Bekommen Sie Cholesterinsenker ?

 

Für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist Cholesterin nach wie vor ein bedeutender Risikofaktor. Zur Senkung erhöhter Cholesterinspiegel werden häufig Arzneimittel aus der Klasse der Statine eingesetzt, wie zum Beispiel Simvastatin (Zocor, Simvabeta), Lovastatin (Mevinacor, Lovabeta), Pravastatin (Pravasin), Atorvastatin (Sortis) oder Fluvastatin (Cranoc).
Cholesterin wird überwiegend in der Leber gebildet: Genau dort vermindern diese Statine die körpereigene Cholesterinsynthese und senken so das Risiko von Herz-Kreislauferkankungen. Ebenfalls in der Leber wird Coenzym Q10 gebildet und leider wird auch dessen Bildung durch die Statine teilweise deutlich vermindert. Q10 ist eine vom Körper selbst gebildete Substanz, die eine zentrale Rolle bei der Energiegewinnung der Zellen und als hochwirksamer Zellschutz spielt. Einen besonders hohen Energiebedarf hat dabei naturgemäß der Herzmuskel, da er ohne jegliche Pause schlägt. Ab Mitte 30 geht zusätzlich die körpereigene Synthese dieses "Powerstoffs" zurück, so dass es zu einem Abfall der Leistungsfähigkeit kommt.
Trotz allgemein guter Verträglichkeit können bei diesen cholesterinsenkenden Medikamenten daher Nebenwirkungen auftreten, die durch das statinbedingte Absinken der körpereigenen Coenzym Q10 Vorräte verursacht werden:

  • diffuse Muskelschmerzen evtl. mit Anstieg der CPK Werte 

  • Müdigkeit durch Beeinträchtigung der Leberfunktion, evtl. mit Anstieg der Leberwerte

  • Herzleistungsschwäche insbesondere bei vorgeschädigtem Herzmuskel infolge Angina pectoris oder vorangegangenem Infarkt. Dies ist besonders bedeutsam, da fast alle Herzpatienten mit Statinen behandelt werden.

Sollte also bei Ihnen im Zeitraum von Wochen bis Monaten nach Beginn einer cholesterinsenkenden Therapie mit Statinen Muskelbeschwerden oder ein unerklärlicher Leistungsknick eingesetzt haben, so wäre ggf. an eine Ergänzung mit Coenzym Q10 zu denken. Hierdurch wird das Defizit wieder ausgeglichen und die Verträglichkeit dieser Präparate sowie das Wohlbefinden deutlich verbessert. Interessanterweise hat sich Merck Pharma - einer der größten Hersteller von Statinen - schon 1990 die Kombinationsanwendung von Statinen mit Q10 als Anwendungspatent gesichert.
Besonders häufig betroffen sind sportlich aktive Menschen jenseits der 50, da hier oft mehrere Faktoren zusammentreffen: Erhöhter Verbrauch, nachlassende körpereigene Produktion und Statintherapie.
Ob als reines, hoochdosiertes Q10 oder in Kombination mit B-Vitaminen, Magnesium und Kalium, wenn gleichzeitig andere Herzprobleme vorliegen - das Team Ihrer Stadt-Apotheke berät Sie gerne, was für Sie individuell am besten geeignet ist.