Der aktuelle Wissensstand zu Zeckenerkrankungen

 

zusammengestellt von Ihren Neuffener Apotheken

 

Vom Frühjahr bis zum Spätherbst sind Zecken besonders aktiv. Der an sich harmlose Biss kann jedoch schwerwiegende Folgen haben.
Zwei Erkrankungen werden hierbei durch Zecken übertragen:

Die FSME (Frühsommer-Hirnhautentzündung) ist eine Viruserkrankung, die relativ selten und auch nur in bestimmten Gebieten vorkommt. Sie ist nur symptomatisch behandelbar, es steht jedoch ein gut wirksamer Impfstoff zur Verfügung.
Die Symptome: Nach 5 –14 Tagen kommt es zu grippeähnlichen Symptomen mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen.
In der zweiten Erkrankungsphase kommt es dann zu den gefürchteten Entzündungen des Zentralen Nervensystems, die zu schwersten Spätschäden wie z.B. Lähmungen führen können.

 

Die BORRELIOSE ist eine bakterielle Erkrankung die weltweit vorkommt und deutlich häufiger auftritt als die FSME. Sie ist mit Antibiotika behandelbar – sofern sie als solche erkannt wird ! Ein wirksamer Impfstoff steht aufgrund der verschiedenen Erregertypen in Deutschland noch nicht zur Verfügung.
Die Symptome: Auch hier treten zuerst scheinbar harmlose Grippesymptome auf und als Leitsymptom in rund 50 % der Fälle die sog. Wanderröte. Diese meist kreisförmige Hautentzündung kann an der Bißstelle selbst, oder aber auch an einer völlig anderen Körperstelle auftreten – und dies u.U. sogar erst Wochen nach dem Biss! In diesem Frühstadium können aber auch Gelenksbeschwerden, Lymphknotenschwellungen, Herzprobleme und allerlei andere Missempfindungen auftreten, die dem Arzt die Diagnose zusätzlich erschweren. Bleibt dieses Frühstadium unentdeckt, kann es in späteren Stadien zu schweren entzündlichen Erkrankungen an Gelenken, Nerven oder Herzmuskel kommen.

 

Tipps von Ihren Neuffener Apotheken:

Verhindern Sie Zeckenbisse durch bedeckende Kleidung und ggf. die Anwendung von Repellents. (z.B. Autan active).

Lassen Sie sich gegen FSME impfen, wenn Sie in einem Risikogebiet wohnen oder dorthin reisen und wenn Sie sich häufig in Wald oder Wiesen aufhalten (Wanderer, Jogger, Hundehalter, Förster, Waldarbeiter...).

Entfernen Sie die ganze Zecke mit einer Zeckenzange oder einer geeigneten Pinzette. Öl oder Klebstoff sorgen nur dafür, daß die erstickende Zecke umso mehr Erreger in die Bißstelle abgibt. 
Desinfizieren Sie die Bissstelle sofort nach Entfernung der Zecke (Kodan,Betaisodona...).

Beobachten Sie die Bissstelle sowie das Allgemeinbefinden des Betroffenen noch für 3 - 4 Wochen. Bei auffälligen Symptomen sollten Sie sofort Ihren Arzt konsultieren, und ihn auf den vorausgegangenen Zeckenbiss hinweisen.

 

Informationen zur aktuellen Risikosituation in den verschiedenen Gebieten erhalten Sie in Ihrer Stadt-Apotheke.
Für weitere Fragen steht Ihnen unser Team selbstverständlich gerne zur Verfügung.